Balance halten

So kommen Sie gut durch die Quarantäne

1. Erschaffen Sie sich einen Tagesplan!

Versuchen Sie eine gewohnte Tagesstruktur aufrecht zu halten oder erstellen Sie sich einen neuen Tagesplan mit genauer Struktur. Sie gibt Sicherheit und stabilisiert Ihren Alltag.

 

2. Bewegen Sie sich!

Bewegung wirkt sich positiv auf unsere Psyche aus, das ist wissenschaftlich nachgewiesen. Sie ist auch auf engstem Raum möglich. Starten Sie mit kleinen Einheiten und probieren Sie Neues aus. 

 

3. Pflegen Sie soziale Kontakte!

Zusammenhalt in der Familie oder im Freundeskreis gibt Halt. Auch wenn wir physische Kontakte derzeit meiden müssen, können wir virtuell in Verbindung bleiben. Nutzen Sie die Möglichkeit des Telefonierens und der Videotelefonie. Tauschen Sie sich darüber aus, was täglich gut gelaufen ist, welche Ziele Sie haben und was Sie mit Freude erfüllt. So stärken und motivieren Sie sich gegenseitig.

 

4. Besinnen Sie sich auf Ihre persönlichen Ressourcen!

Werden Sie sich Ihrer persönlichen Kraftquellen bewusst. Dazu gehören Ihre Talente, Ihre inneren Kraftquellen und positiven Erfahrungen in Ihrem Leben. Ebenso können überwundene Schicksalsschläge Ihnen Kraft und Zuversicht geben, dass Sie es immer wieder geschafft haben und schaffen werden. Erinnern Sie sich daran, nehmen Sie wahr, wie Sie sich danach gefühlt haben. Dies gibt Ihnen Kraft, Sicherheit und Vertrauen.

 

5. Sprechen Sie über Gefühle!

Auf engen räumlichen Verhältnissen entsteht ein sogenannter Dichtestress. Auch durch ungewohnt viel gemeinsamer Zeit können Konflikte und Stress entstehen. Sprechen Sie mit Ihren Familienmitgliedern über Ihre Gefühle und Ängste und installieren Sie eine tägliche Mini-Konferenz zum Austausch: Wie geht es jedem/jeder Einzelnen? Wer hat welche Bedürfnisse und Wünsche? Wer braucht was? Und was für Ideen gibt es?

Seinen Sie auch nachsichtiger als sonst, sich selbst und anderen gegenüber, denn wir befinden uns alle in einer Ausnahmesituation.

 

6. Achten Sie auf bewussten Medienkonsum!

Schränken Sie Ihren Medienkonsum bewusst auf Fakten ein. Informieren Sie sich in seriösen Medien und dies nur kurz um Tatsachen für Ihre persönliches Sicherheitsgefühlt zu sammeln. Meiden Sie durchgehende dauernde Informationsflut über die Coronasituation weltweit.

Vor allem Kinder sind vor Medienüberflutung zu bewahren. Sie können die Menge an Information nicht verarbeiten und dies könnte sie total überfordern. Geben Sie an Ihre Kinder, kindgerechte und kurze Informationen weiter. Vermitteln Sie Ihnen Halt und Sicherheit.


 7. Stützen Sie Ihre Kinder!

Isolation ist eine Belastung. Kinder brauchen mehr denn je Sicherheit, Geborgenheit und Zuversicht. Stützen Sie sie und versuchen Sie die Zeit möglichst stressfrei zu bewältigen. Erarbeiten Sie gemeinsam Tagesstrukturen mit genauen Lern- und Freizeiten, sowie Regeln wie die gewohnte Zeit bestmöglich genutzt werden. Achten Sie auf regelmäßige Bewegung und einen limitierten Fernseh-, Computer- und Telefonkonsum. Erklären Sie in altersgerechten Worten die aktuelle Situation und den Umgang damit. Ermöglichen Sie sowohl gemeinsame Aktivitäten wie auch Rückzugsmöglichkeiten. Und vergessen Sie nicht Ihr Kind durch Lob und Anerkennung positiv zu verstärken und zu motivieren.


Eine Isolationssituation wie diese ist uns allen unbekannt und besonders herausfordernd. Und so ist es nur natürlich, dass Menschen unterschiedlich darauf reagieren und nicht alle Lösungsstrategien parat haben. Es ist keine Schande sich Hilfe zu holen und für sein eigenes Wohlbefinden zu sorgen.